„Menschenleben zu retten, ist oberstes Gebot.“
Horst Seehofer (CSU), 2019, zur zivilen Seenotrettung
„Das ist aber leider - ob gewollt oder nicht - ein Teil des Konzepts der Schlepperbanden.“
Friedrich Merz (CDU), 2023, zur zivilen Seenotrettung
“Saving human lives is the top priority.”
Horst Seehofer (CSU), 2019, on sea rescue
“Unfortunately, however, this is part of the smugglers strategy, whether intentional or not.”
Friedrich Merz (CDU), 2023, on civilian sea rescue
Zwischen 2015 und 2023 sind mindestens 1.186 Kinder[1] auf dem Weg über das Mittelmeer ertrunken.[2] Insgesamt sind seit 2014 fast 30.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Die Zahlen seien laut Julia Black[3] jedoch „sicherlich eine enorme Unterschätzung der tatsächlichen Zahl der Toten“. Es sei wahrscheinlich, dass „ganze Boote spurlos verschwinden“. Während ihres Einsatzes im Januar 2025 half die Sea Punk I 114 Menschen in Seenot.
Die Fotos im folgenden Abschnitt zeigen einige von Ihnen.
Die Fotos wurden unter Zustimmung der abgelichteten Personen erstellt.
Between 2015 and 2023, at least 1,186 children drowned while crossing the Mediterranean. In total, almost 30,000 people have drowned in the Mediterranean since 2014. However, according to Julia Black, the figures are “certainly a huge underestimate of the actual number of deaths.” It is likely that “entire boats disappear without a trace.” During its mission in January 2025, the Sea Punk I supported/rescued 114 people in distress at sea.
The photos in the following section show some of them.
Die Rolle der NGOs, die vor allem nach dem Ende des Mare Nostrum-Einsatzes in Erscheinung traten, hat sich stark verändert. Hauptgrund hierfür sind rechtliche Schritte, die unter der Postfaschistin Giorgia Meloni[4] im Jahr 2023 eingeführt wurden – allen voran das Piantedosi-Dekret.
Laut diesem können Rettungsschiffe nun weit entfernten Häfen zugewiesen werden. Außerdem setzen Behörden die Schiffe immer wieder fest. Das zeigt sich auch in den Zahlen: Während 2016 noch 26 Prozent aller Seenotrettungen von Flüchtlingen von NGOs durchgeführt wurden, waren es 2023 nur noch 4,2 Prozent.[5][6][7] Durch eine weniger strenge Anwendung des Piantedosi-Dekrets stieg dieser Anteil im Jahr 2024 wieder leicht an.




[1] https://missingmigrants.iom.int/region/mediterranean?region_incident=All&route=All&year%5B%5D=2511&year%5B%5D=2516&year%5B%5D=2521&year%5B%5D=2504&year%5B%5D=2503&year%5B%5D=2502&year%5B%5D=2501&year%5B%5D=2500&year%5B%5D=10121&year%5B%5D=11681&year%5B%5D=13651&year%5B%5D=15741&month=All&incident_date%5Bmin%5D=&incident_date%5Bmax%5D=
[2] https://www.iom.int/news/lack-data-children-and-women-migrant-deaths-highlighted-new-un-migration-agency-report?utm
[3] Missing Migrants Project Officer - Global Data Institute (GDI)
[4] Ministerpräsidentin von Italien
[5] https://www.migrationpolicy.org/article/criminalization-rescue-operations-mediterranean-rising-deaths
[6] https://www.msf.org/search-and-rescue
[7] https://www.reuters.com/world/europe/italian-judge-throws-out-case-against-migrant-ngos-after-seven-years-2024-04-19/nare suspendisse sed.